Was bei der ZIP-Reparatur tatsächlich neu aufgebaut wird
ZIP-Dateien speichern Metadaten neben jedem Eintrag und nochmals in einem zentralen Verzeichnis am Ende. Fehlt dieses Verzeichnis, lehnen viele Entpacker das ganze Archiv ab. MakeFileWork liest lokale Einträge, prüft deklarierte Größen, Dekompression und CRC32 und übernimmt nur Datensätze, die diese Prüfungen bestehen.
Wann die Wiederherstellung bewusst abgebrochen wird
Signaturen innerhalb komprimierter Nutzdaten werden nicht blind als neue Dateigrenzen interpretiert. Verschlüsselte, mehrdeutige oder nicht sicher begrenzbare Strukturen sowie nicht unterstützte ZIP64-Fälle werden nicht erraten. Ist die Grenze eines beschädigten Eintrags unbekannt, endet die Wiederherstellung an dieser Stelle.
ZIP-Daten-Deskriptoren mit und ohne Signatur
Bei gestreamten ZIP-Dateien kann ein Daten-Deskriptor mit oder ohne optionale Signatur folgen. Beide Formen werden nur übernommen, wenn komprimierte und entpackte Größe, CRC32 und die nächste ZIP-Grenze zusammenpassen. Ein gültiges Zentralverzeichnis liefert die exakte Position; fehlt es, werden signaturlose Deskriptoren ausschließlich an geprüften Grenzen erkannt. Verschlüsselte oder mehrdeutige Daten werden nicht erraten.
Word, Excel und PowerPoint
DOCX, XLSX und PPTX sind ZIP-basierte Container. Wenn das zentrale Verzeichnis beschädigt ist, lokale Einträge aber erhalten bleiben, kann der Container rekonstruiert werden. Anschließend prüft das Werkzeug Inhaltstypen, Beziehungen und das Haupt-XML-Dokument. Innerhalb der sicheren Prüfgrenzen werden auch sämtliche indizierten ZIP-Bestandteile einschließlich Bilder und eingebetteter Binärdateien mittels CRC32 verifiziert.
Was „verifiziert“ bedeutet: Die lokalen ZIP-Integritäts- und OOXML-Kernprüfungen wurden bestanden. Das Öffnen in Word, Excel oder PowerPoint, die vollständige Layouttreue und die Wiederherstellung fehlender Inhalte sind damit nicht nachgewiesen. ZIP64, verschlüsselte Archive, nicht unterstützte Kompression und übermäßige Expansion werden abgelehnt.
Teilwiederherstellung wird klar gekennzeichnet
Wenn einzelne Einträge verloren sind, spätere Dateien aber sicher gerettet werden können, wird das neue Archiv als teilweise Wiederherstellung behandelt. Ein erzeugtes ZIP wird nicht als vollständig repariert bezeichnet, wenn Daten fehlen können.
Versteckte ZIP-Einträge und aktive Office-Inhalte
Eine DOCX-, XLSX- oder PPTX-Datei kann lokale ZIP-Einträge enthalten, die im zentralen Verzeichnis fehlen. Für eine vollständige Prüfung müssen die indexierten Einträge den gesamten lokalen ZIP-Datenbereich ohne Präfixe, Lücken oder versteckte Einträge abdecken. Werden zusätzliche Einträge gefunden oder nicht indexierte Bytes verworfen, gilt die Wiederherstellung ausdrücklich als teilweise. Makro- oder ActiveX-Inhalte in normalen Office-Formaten werden abgelehnt. Diese Prüfung ist kein Virenscan und keine Garantie für die sichere Ausführung einer Datei.
Unsichere ZIP-Pfade, Namenskonflikte und Teilwiederherstellung
ZIP-Einträge können Pfadwechsel wie ../, absolute Pfade, reservierte Gerätenamen oder nach Unicode-Normalisierung und Groß-/Kleinschreibung kollidierende Dateinamen enthalten. Bei der Reparatur werden unsichere Einträge ausgeschlossen, nicht still umbenannt oder als vollständig wiederhergestellt ausgegeben. Das Ergebnis wird als Teilwiederherstellung mit Nachweisen und Anzahl verworfener Einträge gekennzeichnet. Gemischte Stapelverarbeitung lehnt teilweise reparierte ZIP-Dateien ab, damit kein unbemerkter Datenverlust als Erfolg gilt. Gültige UTF-8-Namen bleiben erhalten; mehrdeutige ältere Kodierungen werden nicht geraten.
Die Pfadprüfung reduziert Extraktionsrisiken, ist aber kein Virenscan und garantiert keine harmlose Datei. Prüfen Sie den Wiederherstellungsbericht vor dem Download und entpacken Sie unbekannte Archive nicht in sensible Ordner.
Widersprüchliche ZIP-Dateiköpfe: Wann Dateien ausgelassen werden
Ein ZIP-Eintrag besitzt einen lokalen Dateikopf und einen Eintrag im Zentralverzeichnis. Dateiname, Kompressionsmethode, Flags, CRC32 und Größen müssen übereinstimmen; bei gestreamten Einträgen sind zulässige Null-Platzhalter im lokalen Dateikopf möglich. Stimmen die Angaben nicht überein, wählt das Werkzeug nicht willkürlich einen Namen oder eine Größe. Es schließt den widersprüchlichen Eintrag aus und meldet eine Teilwiederherstellung. Unabhängig geprüfte Dateien bleiben Byte für Byte erhalten. Auch ein beschädigtes Originalverzeichnis verhindert die Behauptung, alle ursprünglichen Einträge seien geprüft. Gemischte Stapelverarbeitung lehnt solche Teilwiederherstellungen ab.
ZIP-Kommentare und Dateiberechtigungen erhalten
Das ZIP-Zentralverzeichnis kann Dateikommentare, Erstellerangaben, Unix-Berechtigungen, einen Archivkommentar und Zusatzfelder enthalten, die in lokalen Dateiköpfen fehlen. Bei konsistentem Quellverzeichnis bewahrt die Rekonstruktion Kommentare, Dateiattribute, Erstellerversionen und Archivkommentar bytegenau. Zusatzfelder des Zentralverzeichnisses werden nicht übernommen: Ihr Verlust führt ausdrücklich zu einer Teilwiederherstellung, die in gemischten Stapeln nicht als vollständig gilt. Symbolische Links und widersprüchliche Dateitypen werden ausgeschlossen. Eine CRC-Prüfung beweist nicht, dass ausführbare Inhalte sicher sind.
Wie groß darf eine ZIP-Datei für die lokale Reparatur sein?
Die Browser-Reparatur akzeptiert ZIP-Eingaben bis 40 MB, prüft höchstens 64 MB entpackte Daten je Eintrag und begrenzt die insgesamt wiederhergestellten Daten auf 128 MB bei maximal 10.000 geprüften Einträgen. Deflate-Daten werden blockweise anhand von CRC32 und Größenangaben verifiziert, ohne den gesamten entpackten Eintrag im Arbeitsspeicher zu halten. Für Eingabe und Ergebnis wird dennoch Browserspeicher benötigt; der tatsächliche Bedarf hängt vom Gerät ab. Zu große oder nicht prüfbare Archive werden abgelehnt und nicht als repariert gemeldet.
Datenschutz
Die ZIP-Rekonstruktion läuft lokal im Browser. Das Archiv wird in diesem Ablauf nicht an einen MakeFileWork-Server übertragen.